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Vorstellung des Dzami

Die 400-jährige Uzsiceli (Özicseli) Hadzsi Ibrahim Dschami ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude in der Berényi Zsigmond Straße von Esztergom. In der Stadt ist es von vielen als der alte erzbischöfliche Getreidespeicher bekannt. In nordwestlicher Richtung zählt es zu den am entferntesten gelegenen, wiederhergestellten Bauwerken des ehemaligen Türkischen Reiches.

Die Dschami von Esztergom, die am Donauufer zwischen der Burgmauer und dem Burgberg aufgebaut wurde, ist, von der allgemeinen Dschami-Form abweichend, ein zweistöckiges Gebäude mit rechteckigem Grundriss und einem Walmsatteldach. Im unteren Teil lief eine mittelalterliche Straße, die zur benachbarten Mühlenbastei, zur die Burg mit Wasser versorgenden Wassermaschine, bzw. zum donauseitigen Fußgängertor führte. Auf der Burgseite ist der einstige Seiteneingang wieder sichtbar. Die heutige Straßenfront des Gebäudes ist einstöckig, die westliche Front – Richtung Erzsébet Park – ist zweistöckig. Die aus der Türkenzeit stammenden Türen schließen sich in Rundbogenform, die Fenster sind spitzbogenförmig. An der nordwestlichen Ecke stehen die Reste eines Minaretts, das im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Auf der Donauseite des Gebäudes ist über dem Kleinen Tor die Siegestafel von Suleiman zu sehen, die 1543, im Jahre der türkischen Eroberung der Stadt aufgestellt wurde. Im Gebäudeninneren befindet sich der restaurierte Mihrab (Gebetsnische). In die Wand der Gebetsnische wurden bauchige Gefäße mit der Öffnung in Saalrichtung eingemauert, damit es nicht widerhallt. Während der Freilegungen kamen in den Krügen Gerstenkörner zum Vorschein, da die Dschami später als Getreidespeicher genutzt wurde.

Evlia Cselebi, der berühmte türkische Weltreisende schrieb 1663 über das nach 1605 von Uzsiceli (Özicseli) Hadzsi Ibrahim erbaute türkische Bethaus folgenderweise:
„Die Dschami von Özicseli Hadzsi Ibrahim ist eine bleidachige, mit gestrichener Brettdecke versehene, voluminöse, hohe, neu erbaute, schöne Dschami mit einem Minarett aus Ziegelsteinen…” wozu auch ein Derwisch-Kloster und eine Schule (Medrese) gehörten. Ferner zeichnete er auf, dass das eine Tor der Wasserstadt mit dem Kleinen Tor unterhalb der Özicseli Hadzsi Ibrahim Dschami identisch ist, das in westlicher Richtung auf die Donau geht. Wenn auch ein Pferd hindurchreitet, kann ein Wagen nicht hineinfahren. Außerhalb dieses Tores gibt es keine Häuser, bergaufwärts, innerhalb des Tores befindet sich das Haus jener Maschine, die das Wasser mit Rädern in die innere Burg hochpumpt.”
Die im Gebäude der Dschami durchgeführten archäologischen Erschließungen und Wandforschungen haben belegt, dass hier eine der entferntesten und fast vollständig erhaltenen Dschamis des ehemaligen Türkischen Reiches steht, die auf den mittelalterlichen Stadtmauern der Wasserstadt, über dem Tor gebaut wurde.

Siegertafel des Sulejman dem Ersten